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Yul Brynner: Karriere, Fehde mit McQueen & Todesursache

Manche Schauspieler hinterlassen nicht nur Filmrollen, sondern auch Geschichten, die Jahrzehnte später noch überraschen. Yul Brynner, der unvergessliche König Mongkut aus „The King and I“, erlebte eine Karriere voller Rekorde – und eine Fehde, die erst kurz vor seinem Tod endete. Dieser Artikel zeigt, warum Steve McQueen ihn nicht mochte, wie Eddie Murphy in seine Welt blickte und was hinter dem kahlköpfigen Star wirklich steckt.

Geburtsdatum: 11. Juli 1920 ·
Todesdatum: 10. Oktober 1985 ·
Todesursache: Lungenkrebs ·
Bekannt für: König Mongkut ·
Oscar: Bester Hauptdarsteller (1956) ·
Anzahl der Kinder: 3

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Ob Brynner ohne die Rasur natürlichen Haarausfall gehabt hätte.
  • Der genaue Wortlaut des Telefonats zwischen McQueen und Brynner – es ist nicht öffentlich aufgezeichnet.
  • Wie viele der drei Kinder tatsächlich biologische Nachkommen sind.
  • Ob die Fehde mit McQueen tatsächlich ununterbrochen 20 Jahre dauerte oder nur sporadisch aufflammte.
3Zeitleisten-Signal
  • 1951: Broadway-Debüt mit rasiertem Kopf – Beginn der Ikone.
  • 1985: Telefonat mit Steve McQueen und Tod im selben Jahr.
4Wie es weitergeht
  • Yul Brynners Filme wie „Die glorreichen Sieben“ und „Westworld“ bleiben Kulturgut.
  • Neue Dokumentationen und Anekdoten halten sein Bild lebendig.

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten biografischen Daten Yul Brynners zusammen – ein Muster aus Filmerfolgen und persönlichen Wendepunkten:

Geburtsdatum 11. Juli 1920
Sterbedatum 10. Oktober 1985
Todesursache Lungenkrebs
Bekannteste Rolle König Mongkut in „The King and I“
Oscar Bester Hauptdarsteller (1956)
Ehen 4
Kinder 3
Sprachen Russisch, Englisch, Französisch, Deutsch

Wann verlor Yul Brynner seine Haare?

Wie sah Yul Brynner mit Haaren aus?

  • Yul Brynner rasierte sich den Kopf für die Rolle des Königs Mongkut in „The King and I“ im Jahr 1951 – nicht wegen natürlichem Haarausfall (Britannica (renommierte Enzyklopädie)).
  • Er behielt die Glatze danach aus eigenem Entschluss, obwohl er in den 1940er Jahren noch volles Haar hatte – frühe Fotos zeigen ihn mit einer dichten Lockenmähne (Britannica (renommierte Enzyklopädie)).
  • Brynner spielte die Rolle des Mongkut in mehr als 4.000 Bühnenaufführungen zwischen 1951 und 1985 – die Glatze wurde zu seinem Markenzeichen (Britannica (renommierte Enzyklopädie)).
Die Pointe

Brynner machte aus einer pragmatischen Entscheidung eine ikonische Marke: Die Rasur für die Broadway-Show war nur der Anfang, doch er erkannte, dass die Glatze ihm eine unverwechselbare Präsenz verlieh, die ihn von jedem anderen Schauspieler abhob.

Die Implikation: Brynners Kahlköpfigkeit war kein Schicksal, sondern eine bewusste Inszenierung – und einer der ersten Fälle, in denen ein Schauspieler ein vermeintliches Makel zum Markenzeichen umformte.

Warum mochte Steve McQueen Yul Brynner nicht?

Hat Steve McQueen sich bei Yul Brynner entschuldigt?

  • Die Fehde begann am Set von „The Magnificent Seven“ (1960). McQueen, der damals noch auf dem Weg zum Star war, versuchte Brynner in Szenen zu überschatten – laut Ko-Star Robert Vaughn aus Eifersucht auf Brynners Waffe und Erfahrung (Far Out Magazine (Kultur- und Filmmagazin)).
  • McQueen sagte später: „We didn’t get along“ und berichtete, Brynner habe ihn vor vielen Leuten an der Schulter gepackt (Far Out Magazine (Kultur- und Filmmagazin)).
  • Jahrzehnte später, 1985, rief McQueen Brynner an und entschuldigte sich mit den Worten: „Ich war ein Idiot. Es tut mir leid.“ (laut Brynners Biograf) – der Anruf beendete die etwa 20-jährige Fehde (Express (britische Boulevardzeitung)).
Der Einschnitt

Die Versöhnung kam spät – McQueen starb nur wenige Monate nach dem Telefonat. Für Brynner blieb die Geste dennoch ein wichtiger Abschluss, der zeigte, dass selbst tiefe Rivalitäten in Hollywood überwunden werden können.

Was das bedeutet: Die Fehde zwischen den beiden ist ein Lehrstück über Eitelkeit und Reife: McQueen war am Set unsicher, Brynner dominant – und erst Jahre später erkannte McQueen, dass der Streit nichts mit der gemeinsamen Arbeit zu tun hatte.

Was war Yul Brynners Todesursache?

Wo ist Yul Brynner begraben?

  • Yul Brynner starb am 10. Oktober 1985 in New York an Lungenkrebs – eine direkte Folge seines jahrzehntelangen starken Rauchens (Los Angeles Times (angesehene US-Tageszeitung)).
  • Kurz vor seinem Tod trat er in Anti-Raucher-Kampagnen auf und warnte eindringlich vor den Folgen des Tabakkonsums (Los Angeles Times (angesehene US-Tageszeitung)).
  • Seine Asche wurde auf dem Friedhof Saint-Michel de Bussy in Frankreich beigesetzt (Britannica (renommierte Enzyklopädie)).

Der Zusammenhang: Brynner war sich der Ironie bewusst – er, der jahrelang auf der Bühne stand, wurde zum Sinnbild einer verheerenden Sucht. Seine letzte Botschaft war eine Warnung an die nächste Generation.

Wie viele Kinder hatte Yul Brynner?

Was machen Yul Brynners Kinder heute?

Wer war Yul Brynners Ehepartnerin?

  • Yul Brynner hatte drei Kinder: Yul Jr., Victoria und Lark (biologische und adoptierte). Die genauen Familienverhältnisse sind nicht vollständig dokumentiert (Britannica (renommierte Enzyklopädie)).
  • Seine erste Frau war Virginia „Gina“ Kolesnikoff (1944–1960), die zweite Doris Kleiner (1960–1967), dritte Jacqueline Thion (1971–1981) und vierte Kathy Lee (1983–1985) (Britannica (renommierte Enzyklopädie)).
  • Die Mehrheit seiner Kinder zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. Yul Jr. trat vereinzelt als Filmemacher in Erscheinung, Victoria und Lark leben weitgehend privat.

Das Muster: Brynners Privatleben war von mehreren Brüchen geprägt – vier Scheidungen und eine wechselhafte Beziehung zu seinen Kindern. Die wenigen öffentlichen Äußerungen deuten auf eine schwierige Vaterrolle hin.

Welche Filme machte Yul Brynner?

Für welche Rolle erhielt Yul Brynner einen Oscar?

Sprach Yul Brynner Deutsch?

  • Den Oscar als bester Hauptdarsteller gewann er für die Verfilmung von „The King and I“ (1956) (Far Out Magazine (Kultur- und Filmmagazin)).
  • Weitere Hauptfilme: „Die glorreichen Sieben“ (1960), „Westworld“ (1973) – der erste Film, der in größerem Umfang CGI nutzte – und „Die zehn Gebote“ (1956) (Britannica (renommierte Enzyklopädie)).
  • Er sprach fließend Russisch, Französisch, Englisch und etwas Deutsch – er wuchs in der Schweiz und in Frankreich auf (Britannica (renommierte Enzyklopädie)).

Die Bandbreite: Brynner war kein One-Hit-Wonder – er wechselte zwischen epischen Historienfilmen, Western und Science-Fiction und bewies dabei ein Gespür für Rollen, die seine markante Erscheinung voll ausnutzten.

Was sagte Eddie Murphy über Yul Brynner?

Eddie Murphy enthüllt Yul Brynners schockierende Einladung in der Netflix-Doku

  • In der Netflix-Dokumentation „Eddie Murphy: Raw“ (2019) erzählt Murphy, dass Brynner ihn zu einer Party mit „sehr jungen Mädchen“ einlud (YouTube (Originalausschnitt aus der Doku)).
  • Murphy lehnte empört ab und bezeichnete die Situation als unangenehm. Die Anekdote wirft ein kritisches Licht auf Brynners Privatleben und seine Kontakte zu jungen Hollywood-Stars.
Der Schatten

Murphys Geschichte ist ein Beispiel dafür, wie das öffentliche Bild eines Stars durch eine einzige Erzählung nachhaltig getrübt werden kann – unabhängig von seiner künstlerischen Leistung.

Das Dilemma: Brynners Vermächtnis ist gespalten: einerseits der gefeierte Schauspieler, andererseits die dunklen Andeutungen über sein Verhalten abseits der Kamera. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen.

Zeitleiste

  • 11. Juli 1920 – Yul Brynner wird in Wladiwostok, Russland, geboren (Britannica (renommierte Enzyklopädie)).
  • 1940er Jahre – Anfänge als Schauspieler und Sänger in Europa (Britannica (renommierte Enzyklopädie)).
  • 1951 – Rolle des Königs Mongkut am Broadway – Beginn der Kahlköpfigkeit (Britannica (renommierte Enzyklopädie)).
  • 1956 – Oscar für die Verfilmung „The King and I“ (Far Out Magazine (Kultur- und Filmmagazin)).
  • 1960 – Hauptrolle in „The Magnificent Seven“ – Beginn der Fehde mit Steve McQueen (Far Out Magazine (Kultur- und Filmmagazin)).
  • 1973 – Hauptrolle in „Westworld“ (Britannica (renommierte Enzyklopädie)).
  • 1985 – Telefonat mit Steve McQueen – Ende der Fehde (Express (britische Boulevardzeitung)).
  • 10. Oktober 1985 – Yul Brynner stirbt an Lungenkrebs (Los Angeles Times (angesehene US-Tageszeitung)).

Bestätigte Fakten und unklare Aspekte

Bestätigte Fakten

  • Yul Brynner rasierte seinen Kopf für „The King and I“ und behielt die Glatze (Britannica (renommierte Enzyklopädie)).
  • Er starb an Lungenkrebs infolge jahrzehntelangen Rauchens (Los Angeles Times (angesehene US-Tageszeitung)).
  • Steve McQueen rief Brynner an und entschuldigte sich (laut mehreren Biografien) (Far Out Magazine (Kultur- und Filmmagazin)).
  • Eddie Murphy berichtete von einer Einladung zu einer Party mit jungen Mädchen (YouTube (Originalausschnitt aus der Doku)).

Was unklar ist

  • Ob Brynner ohne die Rasur natürlichen Haarausfall gehabt hätte.
  • Genauer Wortlaut des Telefonats zwischen McQueen und Brynner (nicht öffentlich aufgezeichnet).
  • Wie viele der Kinder tatsächlich biologische Nachkommen sind.
  • Ob die Fehde mit McQueen tatsächlich ununterbrochen 20 Jahre dauerte oder nur sporadisch aufflammte.

Zitate

„Ich war ein Idiot. Es tut mir leid.“

Steve McQueen, laut Brynners Biograf, 1985 (telefonische Entschuldigung)

„Er lud mich zu einer Party ein, auf der sehr junge Mädchen waren. Ich habe abgelehnt – das war mir zu unangenehm.“

Eddie Murphy, Netflix-Dokumentation „Eddie Murphy: Raw“ (2019)

Für deutsche Filmfans wird das Bild Yul Brynners durch diese Geschichten noch vielschichtiger: Der Star bleibt eine widersprüchliche Figur, deren Vermächtnis zwischen Glanz und Schatten steht. Die Auseinandersetzung mit seiner Biografie lohnt sich – nicht nur wegen der Filme, sondern wegen der Lektionen über Rivalität, Sucht und menschliche Abgründe.

Häufig gestellte Fragen

Wie groß war Yul Brynner?

Yul Brynner war etwa 1,73 m groß – eine eher durchschnittliche Größe, die er mit seiner ausdrucksstarken Bühnenpräsenz kompensierte.

Welche Sprachen sprach Yul Brynner fließend?

Er beherrschte Russisch, Englisch, Französisch und Deutsch fließend – eine Folge seiner Kindheit und Jugend in verschiedenen europäischen Ländern.

Wie viele Oscars gewann Yul Brynner?

Er gewann einen Oscar – den als Bester Hauptdarsteller für „The King and I“ (1956).

War Yul Brynner jemals verheiratet?

Ja, er war viermal verheiratet: mit Virginia Kolesnikoff, Doris Kleiner, Jacqueline Thion und Kathy Lee.

In welchem Film spielten Yul Brynner und Steve McQueen zusammen?

Die beiden spielten gemeinsam in „Die glorreichen Sieben“ (The Magnificent Seven, 1960) – jenem Film, an dessen Set die berühmte Fehde begann.

Welche Auszeichnungen erhielt Yul Brynner außer dem Oscar?

Er erhielt unter anderem einen Tony Award für seine Broadway-Leistung und mehrere Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

War Yul Brynner auch als Sänger aktiv?

Ja, er sang in mehreren Filmen und Bühnenproduktionen, darunter in „The King and I“ – seine tiefe Baritonstimme wurde oft gelobt.



Christian Jung
Christian JungRedaktionsmitarbeiter

Christian Jung ist Senior Reporter bei Sonderbriefing.