Vielleicht hast du dir schon eine Gitarre gekauft oder eine alte von einem Freund ausgeliehen und fragst dich, welche Akkorde du zuerst lernen sollst. Die gute Nachricht: Mit nur acht offenen Griffen kannst du bereits Hunderte Songs spielen – dieser Leitfaden zeigt dir Schritt für Schritt, welche Akkorde wirklich wichtig sind und wie du sie fehlerfrei greifst.

Empfohlene Akkorde für Anfänger: 8 offene Dur- und Moll-Akkorde ·
Häufigste Pop-Akkordfolge: I–V–vi–IV (C, G, Am, F) ·
Durchschnittliche Übungszeit pro Tag: 15–30 Minuten ·
Anzahl der Saiten einer Standardgitarre: 6

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Akkordwechsel üben (z. B. C–G–Am–F)
  • Erste Lieder mit vier Akkorden spielen
  • Barré-Akkorde später angehen – nicht übereilen
Das Fazit

Mit nur acht offenen Akkorden erreichst du 90 % aller Songs, die im Radio laufen. Der Rest sind Verzierungen – aber die kommen später.

Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick:

Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick
Merkmal Wert
Empfohlene Akkorde für Anfänger 8 offene Dur- und Moll-Akkorde
Häufigste Pop-Akkordfolge I–V–vi–IV (z. B. C, G, Am, F)
Durchschnittliche Übungszeit pro Tag 15–30 Minuten (Empfehlung)
Anzahl der Saiten einer Standardgitarre 6

Welche Gitarrenakkorde sollte ein Anfänger zuerst lernen?

Offene Akkorde: C-Dur, G-Dur, D-Dur, A-Dur, E-Dur

Moll-Akkorde: Am, Em, Dm

  • E-Moll ist der einfachste Akkord – nur zwei Finger nötig (Delamar – Musikmagazin)
  • Nach den Dur-Akkorden folgen A-Moll und D-Moll (Sirius Video)

Die 8 wichtigsten Akkorde nach JustinGuitar

Fazit: Anfänger sollten genau diese acht offenen Akkorde priorisieren. Wer sie beherrscht, kann schon 80 % aller Popsongs begleiten – das ist der optimale Start.

Das bedeutet: Wer diese acht Akkorde beherrscht, kann sofort in die Welt der Popmusik eintauchen.

Was sind die 4 grundlegenden Gitarrenakkorde?

G-Dur

C-Dur

  • C-Dur ist der erste Akkord, den viele Anfänger lernen – einfacher Griff mit offenen Saiten (Sirius Video)

D-Dur

  • D-Dur klingt hell und kommt in unzähligen Songs vor – mit A-Dur und E-Dur spielbar (Delamar)

E-Moll

  • E-Moll erfordert nur zwei Finger und ist der Einstiegsakkord schlechthin (Delamar)

Die Vierer-Gruppe G, C, D, Em deckt eine ungewöhnlich breite Songpalette ab. Was das bedeutet: Wer diese vier Akkorde kann, hat die Tür zur Popmusik weit aufgestoßen.

Was sind die 4 Akkorde in jedem Popsong?

I–V–vi–IV Progression

  • Die häufigste Akkordfolge in der Popmusik ist I–V–vi–IV (Wikipedia – Musiktheorie)
  • In C-Dur sind die Akkorde: C (I), G (V), Am (vi), F (IV)

Beispiele in bekannten Liedern

  • „Let It Be“ (Beatles), „No Woman No Cry“ (Bob Marley), „Someone Like You“ (Adele) – alle basieren auf dieser Folge (Wikipedia – Musiktheorie)

Der Clou: Diese Abfolge funktioniert in jeder Tonart. Die Praxis: Lerne sie in C-Dur, verschiebe sie später in andere Tonarten – und du kannst spontan mitspielen.

Was ist der verbotene Akkord auf einer Gitarre?

Der Tritonus und das Diabolus in Musica

  • Der „verbotene Akkord“ bezieht sich auf den Tritonus – ein Intervall, das in der Kirchenmusik gemieden wurde (allgemein bekannt)
  • Er besteht aus einer übermäßigen Quarte und wurde als „Diabolus in Musica“ (Teufel in der Musik) bezeichnet

Wie man den Akkord spielt

  • Gegriffen wird er z. B. als C–F# (C-Dur mit erhöhter Quarte) – klingt dissonant und spannungsgeladen
Die Kehrseite

Der Tritonus ist heute kein Tabu mehr – er wird gezielt in Jazz, Metal und Filmmusik eingesetzt. Für Anfänger ist er eher eine theoretische Kuriosität.

Die historische Bedeutung des Tritonus zeigt, wie sich Musiktheorie im Laufe der Zeit gewandelt hat.

Was ist die 3-Bund-Regel?

Anwendung bei der Dur-Pentatonik

  • Die 3-Bund-Regel besagt: Greife nicht mehr als drei Bünde hintereinander mit demselben Finger (Happy Bluesman – Gitarren-Lehrseite)
  • Sie beugt unnötigen Fingerbewegungen vor und fördert eine entspannte Haltung

Häufige Anfängerfehler

  • Zu fest drücken – die Saiten klingen schepprig
  • Finger legen sich auf benachbarte Saiten – üben mit sauberem Abheben
  • Akkordwechsel zu langsam – erst langsam, dann schneller

Der Knackpunkt: Die 3-Bund-Regel ist keine Naturgesetz, aber eine praktische Richtlinie. Wer sie beachtet, gewinnt an Geschwindigkeit und Präzision.

Schritt-für-Schritt: So lernst du deine ersten Akkorde

  1. Offene Dur-Akkorde lernen – beginne mit C, G, D, A, E. Verwende Akkorddiagramme, um die Fingerposition zu verstehen (Music2Me – Gitarrenportal). Jeden Akkord einzeln anschlagen, bis er sauber klingt.
  2. Moll-Akkorde ergänzen – füge Am, Em, Dm hinzu. E-Moll ist der leichteste Griff (Delamar – Musikmagazin). Übe den Wechsel zwischen Dur und Moll.
  3. Akkordwechsel trainieren – setze einen Metronom auf 60 BPM. Schlage einen Akkord an, wechsle zum nächsten, schlage an. Ziel: 60 saubere Wechsel pro Minute.
  4. Die I–V–vi–IV Progression üben – in C-Dur: C → G → Am → F. Diese Folge ist das Rückgrat der Popmusik (Wikipedia – Musiktheorie).
  5. Erste Songs spielen – „Horse with No Name“ (America) kommt mit nur zwei Akkorden aus: Em und D6add9/F# (Sirius Video – Gitarren-Tutorial-Plattform). Danach „Knockin’ on Heaven’s Door“ (G, D, Am, C).

Mit dieser Reihenfolge baust du systematisch Fähigkeiten auf und vermeidest typische Frustration.

Bestätigte Fakten

  • Grundakkorde sind C, G, D, A, E, Am, Em (Sirius Video – Gitarren-Tutorial-Plattform)
  • I–V–vi–IV ist die häufigste Pop-Progression (Wikipedia – Musiktheorie)
  • Der Tritonus wurde historisch als „Diabolus in Musica“ bezeichnet
  • E-Moll ist der einfachste Akkord (Delamar – Musikmagazin)

Was nicht eindeutig ist

  • Welcher Akkord genau als „verboten“ gilt, variiert je nach Epoche
  • Die 3-Bund-Regel ist eine Faustregel, keine starre Vorschrift (Happy Bluesman – Gitarren-Lehrseite)
  • Wie viele Akkorde ein Anfänger in den ersten zwei Wochen wirklich beherrscht, ist individuell

„Anfänger sollten mit diesen 8 Akkordgriffen beginnen – sie decken fast alle Popsongs ab.“

– JustinGuitar, Gitarrenlehrer (JustinGuitar – Gitarrenlehrer)

„G-Dur ist der ideale erste Akkord, weil er die Hand in eine natürliche Position bringt.“

– School of Rock, Musikschule (School of Rock – Musikschule)

Die ersten Akkorde sind der Schlüssel – nicht das Ziel. Wer die acht offenen Griffe sauber beherrscht und die I–V–vi–IV Progression im Schlaf kann, hat die Basis für Tausende Songs gelegt. Für den Anfänger in Deutschland bedeutet das: 15 Minuten täglich, ein Metronom und die richtige Reihenfolge – oder die Frustration, nach zwei Wochen aufzugeben.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte ich Gitarrenakkorde üben?

15–30 Minuten täglich sind ideal. Besser kurz und konsequent als lange und selten. Regelmäßigkeit ist wichtiger als Dauer.

Sollte ich zuerst Akkorde oder Melodien lernen?

Beginne mit Akkorden – sie erlauben dir schnell, Songs zu begleiten. Melodien (Einzeltöne) kommen später, wenn die Greifhand sicher ist.

Welche Gitarre eignet sich am besten für Anfänger?

Eine Westerngitarre mit Nylonsaiten oder eine klassische Konzertgitarre. Die Saiten sind weicher und die Bünde breiter – ideal für Anfänger.

Wie vermeide ich Schmerzen in den Fingern beim Greifen?

Übe kurz, aber regelmäßig. Nach ein bis zwei Wochen bilden sich Hornhaut. Drücke nicht zu fest – der Akkord muss klingen, nicht quietschen.

Wie lese ich Akkorddiagramme richtig?

Das Diagramm zeigt das Griffbrett von oben. Punkte markieren die Fingerpositionen, Zahlen geben den Finger an (1=Zeigefinger). Ein „X“ bedeutet: Saite nicht anschlagen.

Was ist der Unterschied zwischen offenen und Barré-Akkorden?

Offene Akkorde nutzen leere Saiten, Barré-Akkorde werden mit dem Zeigefinger über alle Saiten gegriffen. Barré-Griffe sind schwieriger und kommen erst nach den offenen Akkorden.

Kann ich mit einer akustischen Gitarre anfangen oder brauche ich eine E-Gitarre?

Akustisch ist perfekt – sie ist günstiger, braucht keine Verstärker und lehrt die richtige Technik. E-Gitarre ist leichter zu greifen, aber der Sound kommt erst mit Effekten.

Wie lange dauert es, die ersten Akkorde zu lernen?

Die ersten drei Akkorde sind meist nach ein bis zwei Wochen sauber. Die komplette Liste der acht offenen Akkorde erfordert etwa einen Monat regelmäßiges Üben.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Leitfaden basiert auf Empfehlungen etablierter Gitarrenlehrer und Musikportale. Die Lernreihenfolge ist praxiserprobt – halte dich daran und vermeide typische Anfängerfehler.

Die FAQs geben Antworten auf die häufigsten Unsicherheiten – nutze sie als Nachschlagewerk.