
Die Frage, wem ein Traditionsunternehmen wie Faber-Castell heute gehört, führt schnell zu einer der ältesten noch aktiven Industriellenfamilien Europas. Seit über 260 Jahren wird die Firma in Stein bei Nürnberg von Nachfahren des Gründers Kaspar Faber geführt – und zwar bis heute ohne externe Anteilseigner.
Gründungsjahr: 1761 ·
Sitz: Stein bei Nürnberg ·
Eigentümer: Familie Faber-Castell (seit 9. Generation) ·
Bekannteste Produkte: Bleistifte, Kugelschreiber, Buntstifte, Polychromos ·
Umsatz (geschätzt): nicht öffentlich
Kurzüberblick
- Firma gehört der Familie Faber-Castell (9. Generation) (Faber-Castell Nachhaltigkeitsseite)
- Sitz in Stein bei Nürnberg (Stadt Stein)
- Höhe des Familienvermögens nicht öffentlich bekannt
- Wohnort aller Familienmitglieder nicht vollständig dokumentiert
- 1761: Gründung durch Kaspar Faber in Stein (Stadt Stein)
- 2021: Neue Eigentümerstrategie veröffentlicht (Faber-Castell Pressemitteilung)
- Die 9. Generation führt das Unternehmen als aktive Gesellschafter weiter (Faber-Castell Pressemitteilung)
Die folgende Tabelle fasst die zentralen Kennzahlen der Faber-Castell AG kompakt zusammen.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Unternehmensform | Aktiengesellschaft (Faber-Castell AG) |
| Gründer | Kaspar Faber (1761) |
| Eigentümerfamilie seit | Über 260 Jahren, ununterbrochen |
| Aktuelle Führungsperson | Patrick Graf von Faber-Castell (Vorstandsvorsitzender) |
| Hauptproduktionsstandort | Stein bei Nürnberg |
Wem gehört die Firma Faber-Castell heute?
Die Aktiengesellschaft Faber-Castell AG befindet sich vollständig im Besitz der Familie Faber-Castell. Das Unternehmen wird in der neunten Generation geführt, ein Börsengang oder externe Anteilseigner existieren nicht. Der alleinige Gesellschafter ist die A.W. Faber-Castell Unternehmensverwaltung GmbH mit Sitz in Stein (Mynewsdesk / Faber-Castell).
Ist Faber-Castell in Familienbesitz?
Ja, und das seit 1761 – ohne Unterbrechung. Die offizielle Nachhaltigkeitsseite des Unternehmens bestätigt: „Wir sind ein Familienunternehmen in neunter Generation“ (Faber-Castell Nachhaltigkeitsseite). Die Familie kontrolliert das Unternehmen als aktive Gesellschafter, wie 2021 in einer neuen Eigentümerstrategie festgehalten wurde (Faber-Castell Pressemitteilung).
Wo lebt die Familie Faber-Castell?
Die Familie Faber-Castell lebt traditionell in der Fränkischen Schweiz, unweit des Unternehmenssitzes in Stein. Konkret wird der Wohnsitz mit einem Schloss in der Region verbunden. Die Stadt Stein selbst beschreibt die Verbindung: Seit 1761 ist die Entwicklung der Stadt eng mit der Handwerkerfamilie Faber und später dem Geschlecht Castell-Rüdenhausen verknüpft (Stadt Stein).
Vermögen der Familie – wie reich ist die Familie Faber-Castell?
Das genaue Vermögen ist nicht öffentlich bekannt. Schätzungen aus Drittquellen liegen im niedrigen Millionenbereich, eine offizielle Bestätigung gibt es nicht. Die Familie gibt keine Auskunft über persönliche Finanzen – ein typisches Merkmal traditioneller deutscher Eigentümerfamilien. Was unklar ist: Die Vermögenswerte des Unternehmens sind nicht börsennotiert und werden nicht veröffentlicht.
Die Geheimhaltung des Familienvermögens ist kein Zufall, sondern strategischer Schutz. Anders als bei Publikumsgesellschaften muss die Familie keine Quartalszahlen vorlegen – ein Vorteil für langfristige Investitionsentscheidungen, aber ein Nachteil für Außenstehende, die eine Einschätzung der finanziellen Stabilität suchen.
Die Implikation: Für Außenstehende bleibt die finanzielle Situation der Familie intransparent, während die Firma selbst durch klare Eigentumsverhältnisse Stabilität ausstrahlt. Der Trade-off: Wer mehr über die Familie wissen will, muss sich mit Schätzungen und Indizien begnügen.
Ist Faber-Castell made in Germany?
Ja, für die Kernprodukte – Bleistifte, Buntstifte und Kugelschreiber – befindet sich die Hauptproduktion in Stein bei Nürnberg. Die offizielle Firmenadresse der A.W. Faber-Castell Unternehmensverwaltung GmbH & Co. lautet Nürnberger Straße 2D in Stein (Encyclopedia.com).
Wo ist die Fabrik von Faber-Castell?
Der Hauptproduktionsstandort liegt in Stein bei Nürnberg – und das seit der Gründung 1761. Allerdings werden einzelne Produkte wie Radiergummis oder bestimmte Kunststoffteile im Ausland gefertigt. Die Marke Faber-Castell steht dennoch für „Made in Germany“ bei den klassischen Schreibgeräten.
Fünf Standorte, ein Muster: Die Fertigungstiefe ist in Stein am höchsten, während einfache Teile an Partner in anderen Ländern vergeben werden. Das bestätigt auch der LinkedIn-Auftritt der Unternehmensgruppe, der Faber-Castell zu den ältesten Industrieunternehmen der Welt zählt (LinkedIn Faber-Castell Group).
Kunden, die uneingeschränktes „Made in Germany“ erwarten, müssen Abstriche machen: Die Radiergummis und Filzeinsätze kommen aus asiatischer Produktion. Das Unternehmen spart Kosten, riskiert aber einen Glaubwürdigkeitskonflikt bei puristischen Käufern.
Wer ist Patrick Graf von Faber-Castell?
Patrick Graf von Faber-Castell ist der aktuelle Vorstandsvorsitzende der Faber-Castell AG. Er stammt aus der neunten Generation der Gründerfamilie und trägt den Titel „Graf“ als Teil des Familiennamens – ein Überbleibsel aus der Verbindung mit dem Adelsgeschlecht Castell-Rüdenhausen. Sein Name und Titel sind fester Bestandteil der Unternehmensidentität (Wikipedia).
Ist Patrick Graf von Faber-Castell der heutige Vorstand?
Ja, er leitet das Unternehmen als Vorstandsvorsitzender. Über seine genauen Aufgaben und Vergütung gibt es keine öffentlichen Details – die Familie pflegt eine diskrete Führungskultur.
Ist Faber-Castell eine Luxusmarke?
Faber-Castell positioniert sich im Premium-Segment, aber nicht als reine Luxusmarke. Die Produktpalette reicht von erschwinglichen Schulbleistiften (unter 1 €) bis hin zu Füllfederhaltern der „9000“-Serie im dreistelligen Euro-Bereich. Fachhändler wie der Penstore vertreiben die hochwertigen Polychromos-Stifte als Künstlerbedarf.
Die Spanne ist bewusst breit: Das Unternehmen bedient sowohl den Massenmarkt als auch anspruchsvolle Schreibkultur-Enthusiasten. Nach Einschätzung von Fachportalen wird Faber-Castell als „Premium-Schreibwaren“ eingestuft, nicht als Luxusmarke im Sinne von Montblanc oder Cartier.
Die Konsequenz: Wer echte Luxus-Schreibgeräte sucht, greift zu Montblanc – wer auf ein breites Spektrum von Alltagsstiften bis Künstlerbedarf Wert legt, findet bei Faber-Castell die passende Qualität.
Zeitleiste: Die wichtigsten Stationen
Die folgende Tabelle zeigt, wie sich Faber-Castell von einer kleinen Werkstatt zum Weltkonzern entwickelte.
| Zeitraum | Ereignis |
|---|---|
| 1761 | Gründung durch Kaspar Faber in Stein (Stadt Stein) |
| 1839 | Übernahme durch Lothar von Faber (FundingUniverse) |
| 1905 | Umbenennung in Faber-Castell nach Heirat der Familie |
| 2021 | Veröffentlichung einer neuen Eigentümerstrategie (Faber-Castell Pressemitteilung) |
Das Muster der Zeitleiste: Jede entscheidende Wende – von der Gründung über die Adelsheirat bis zur jüngsten Strategie – festigte die Unabhängigkeit der Familie.
„Die neunte Familiengeneration kontrolliert das Unternehmen als aktive Gesellschafter.“
– Faber-Castell Pressemitteilung zur neuen Eigentümerstrategie, 29. Juli 2021 (Quelle)
„Faber-Castell ist eines der ältesten Industrieunternehmen der Welt.“
– LinkedIn-Profil der Faber-Castell Group (Quelle)
Bestätigte Fakten und offene Fragen
Bestätigte Fakten
- Firma gehört der Familie Faber-Castell (Faber-Castell)
- Sitz in Stein bei Nürnberg (Stadt Stein)
- Patrick Graf von Faber-Castell leitet das Unternehmen (Wikipedia)
Was unklar ist
- Höhe des Familienvermögens
- Wohnort aller Familienmitglieder
- Genauer Umsatz (nicht öffentlich)
Die Implikation: Für Außenstehende bleibt die finanzielle Situation der Familie intransparent, während die Firma selbst durch klare Eigentumsverhältnisse Stabilität ausstrahlt.
Ein detaillierter Blick auf die Faber-Castell Eigentümer und Familie zeigt, wie tief die Dynastie in der fränkischen Region verwurzelt ist.
Häufig gestellte Fragen
Wie alt ist Faber-Castell?
Gegründet 1761 – das Unternehmen ist über 260 Jahre alt.
Was produziert Faber-Castell?
Schreibgeräte: Bleistifte, Kugelschreiber, Buntstifte, Füllfederhalter und Künstlerbedarf wie Polychromos.
Ist Faber-Castell in jedem Land erhältlich?
Die Marke wird weltweit vertrieben, mit Tochtergesellschaften in den USA und anderen Ländern (Faber-Castell USA).
Gibt es Faber-Castell in anderen Preissegmenten?
Ja, von günstigen Schulbleistiften bis zu hochpreisigen Füllfederhaltern.
Welche Produkte sind die bekanntesten?
Die Polychromos-Buntstifte und die Bleistiftserie „9000“.
Ist Faber-Castell eine Stiftung?
Nein, es ist keine Stiftung, sondern eine Aktiengesellschaft in Familienbesitz.
Kann man Faber-Castell-Aktien kaufen?
Nein, die Aktien sind nicht börsennotiert und befinden sich vollständig im Familienbesitz.
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